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HM Doppel 2021_22 - Bericht und Ergebnisse

Bericht von L. Wolf

 

Am 29. und 30.01.2022 setzten wir in Wiesbaden und Langen die Hessen-meisterschaften mit den Disziplinen Damen- bzw. Herren-Doppel fort. Auch hier galt es, die Infektionsgefahr möglichst gering zu halten. So war die Teilnahme an beiden Tagen nur nach einem jeweils aktuellen, negativen Test möglich. Nur 2 Teams äußerten sich negativ darüber und sagten ihren Start ab, alle anderen akzeptierten diese Regelung, die meisten begrüßten sie ausdrücklich. Dass die Entscheidung richtig war, wird belegt durch die Tatsache, dass sowohl zum Vorlauf als auch zum Zwischenlauf jeweils ein Doppel wegen eines positiven Befundes nicht antreten konnte.

 

Die Zahl von 59 gemeldeten Doppeln (bei 66 Plätzen) zeigt, dass die Sportler darauf warten, endlich wieder Wettkämpfe bestreiten zu dürfen.

 

Leider kam es am Samstag zu größeren Verzögerungen (teils wegen der erforderlichen gründlichen Kontrollen, dem gemeinsamen Wechsel aller Doppel, längerer Spieldauer und wahrscheinlich auch einer für diese Bedingungen zu engen Planung), die die Spieler jedoch mit Fassung ertrugen.

 

Spätestens nach dem Vorlauf der Senioren-Meisterschaften im Trio wussten die Teilnehmer, dass die Bahnen in Wiesbaden schwierig zu bespielen sind. Man musste den Ball gut rollen, die richtige Linie finden, genau spielen und auch noch ein bisschen Glück haben.

 

 

Damen-Doppel

 

Von 18 antretenden Paaren qualifizierten sich 12 für den Zwischenlauf. Es verwundert nicht, dass ein Schnitt von 154 schon dafür reichte. Die Chance, sich damit noch für das Finale der letzten sechs zu qualifizieren, war bei einem Rückstand von 60 oder mehr Pins auf Platz 6 durchaus noch gegeben. Vor allem aber hatten die Spielerinnen die Möglichkeit, durch gute Ergebnisse in Langen wieder Selbstvertrauen aufzubauen, das bei einigen doch sehr gelitten hatte.

 

Nach 6 Spielen setzte sich das Doppel Uta König / Kanittha Pohl (BV Blau-Gelb) mit starken 2319 Pins (Schnitt 193) an die Spitze, wobei Uta mit 1233 die mit Abstand höchste Damenserie spielte. (2 Wochen zuvor hatte sie die Bahn bei Weitem nicht so im Griff.) Auf Platz 2 mit 60 Holz Rückstand beendeten Michaela Göbel und Alexandra Filor (BV 77) die Vorrunde. Sie spielten sehr ausgeglichen und Michel lag letztendlich nur 1 Holz vor ihrer Zwillingsschwester (1130 und 1129). Schon 230 Pins Rückstand wiesen die Drittplatzierten Gabriele Baumann / Petra Duplois-Laun (FTG/Kelsterbach) auf. Es folgten S. Morbe / C. Krüger (1860 Hanau), K. Trebes / A. Paul (Aschaffenburg / Citystrikers) und die immer noch amtierenden Titelverteidiger aus dem Sportjahr 2018/19 M. Reckemeier / R. Heeg (Aschaffenburg), alle mit einem relativ geringen Abstand zu Platz 3.

 

Mit Spannung durfte man auf die Zwischenrunde in Langen schauen. Da bei den Aktiven alle Finals im Modus Top 6 gespielt werden, geht es in erster Linie darum, unter die besten Sechs zu kommen. Die beiden Erstplatzierten nach Vor- und Zwischenlauf haben bereits eine Medaille sicher und greifen im Finale erst in der 2. Runde ins Geschehen ein, wobei dies nicht immer ein Vorteil ist. Der Abstand zwischen den anderen Finalteilnehmern spielt überhaupt keine Rolle, da alle Finalbegegnungen bei Null beginnen und im KO-System gespielt werden.

 

Am Sonntagmorgen um 9 Uhr starteten zunächst die auf den Plätzen 7 – 12 rangierenden Damendoppel. Es zeigte sich, dass die Bahnen in Langen sehr viel einfacher zu bespielen waren.

 

Petra Schmidt / Brigitte Dinkel-Klaeden (Blau-Gelb) spielten erstklassige 2377 auf ihrer Heimbahn, übernahmen nach der 1. Startgruppe die Führung und gaben diese trotz erbitterter Gegenwehr der Aschaffenburger K. Kornett / K. Koths auch nicht mehr ab. Sehr gute Einzelserien zeigten P. Schmidt 1279 und K. Kornett 1238. Jetzt hieß es für die vier Spielerinnen gespannt abwarten, ob Gesamtergebnisse von 4284 bzw. 4221 vielleicht noch für das Finale reichen würden.

 

Und hier zeigten die Damen der 2. Startgruppe (Plätze 1 – 6), dass sie nicht gewillt waren, ihre Finalplätze noch herzugeben: Teilergebnisse über 400 waren an der Tagesordnung. König/Pohl verloren schon im 2. Spiel ihre Führung an sehr gut aufgelegte Göbel/Filor und waren nach dem 4. Spiel auch nur noch 45 Pins vor den furios aufspielenden Baumann/Laun. Dieses Doppel spielte im Zwischenlauf sensationelle 2578 (Schnitt 215,8)  und übertrumpfte damit auch 16 der gestarteten Herrendoppel. Im 5. Spiel zeigten die Blau-Gelben aber ihre ganze Klasse. Mit 475 eroberten sie die Führung endgültig zurück und Uta versuchte sich an den legendären ‚300‘. Nach 10 Strikes in Folge war die Nervosität doch ein bisschen zu groß und sie musste sich mit tollen 285 zufrieden geben. Insgesamt 1357 Pins (226 Schnitt) erzielten Uta König und auch Gabriele Baumann in der Sechserserie, ein Ergebnis, das überhaupt nur 8 Herren an diesem Tag übertreffen konnten.

 

Neben diesen 3 Paarungen erreichten Reckemeier/Heeg und Trebes/Paul das Finale und Schmidt/Dinkel-Klaeden schoben sich tatsächlich noch auf Platz 5 vor. Kerstin Trebes war eine von ganz wenigen Spielerinnen aus der jungen Garde, die bei diesem Wettbewerb antraten.

 

Im Kampf um die Medaillen kam es im Finale zu den Paarungen

-  Baumann/Laun  :  Paul/Trebes

   Erstere begannen im Vergleich zu ihren vorherigen Spielen eher verhalten,  

   setzten sich aber mit 739:715 durch.

-  und Reckemeier/Heeg  :  Schmidt/Dinkel-Klaeden

   Jetzt begann die große Stunde der Michaela Reckemeier. Plötzlich war vom

   Trainingsrückstand nichts mehr zu merken; mit je 407 schlugen sie und  

   Renate die Blau-Gelben, die mit 782 auch nicht wenig spielten.

 

In der nächsten Runde spielten die beiden Aschaffenburgerinnen wiederum gegen Damen von Blau-Gelb (König/Pohl) und auch hier behielten sie mit 829 : 780 die Oberhand (Einzelergebnisse 426 und 403). In der 2. Halbfinalpaarung fegten die ‚Göbel-Zwillinge‘ mit 922 ihre Gegnerinnen Baumann /Duplois-Laun (705) vom Platz und galten spätestens jetzt als große Favoriten auf den Titel.

 

Dies bestätigten sie zunächst auch im Finale, in dem sie nach dem 1. Spiel mit 441 und 46 Holz Vorsprung in Führung gingen. Dann jedoch schlugen die Titelverteidigerinnen zu und holten sich mit 450 Pins / Summe 845 (Vorsprung 13 Pins) doch noch den Sieg.

 

Die Medaillen wurden wie folgt vergeben:

Gold:               Reckemeier/Heeg (TV)

Silber:             Filor/Göbel

Bronze:           König/Pohl (780) und Baumann/Duplois-Laun (705)

Die Plätze 5 und 6 belegten Schmidt/Dinkel-Klaeden (782) und Paul/Trebes (715).

Beste Einzelspielerinnen des gesamten Wochenendes mit jeweils einem Schnitt über 200 waren Uta (213,6) und Michel (205,6).

 

Herzlichen Glückwunsch an alle Finalteilnehmer und besonders an die alten und neuen Hessenmeister, die uns bei der DM im Juni in Unterföhrung vertreten werden. Wir hoffen darauf, dass wir wie in Vorjahren auch die nächstplatzierten Paare dorthin entsenden können.

 

 

Herren-Doppel

 

Unter den 41 Paarungen waren hochkarätige Doppel vertreten, darunter allein drei mit BL-Spielern von Finale Kassel. Mit einer Ausnahme konnten sie sich in Wiesbaden allerdings noch nicht unter den besten Sechs platzieren. Herausragend spielten Andreas Hernitschek (Kassel) und sein Partner René Belgar (BV 77). Mit 2620 (Schnitt 218) erarbeiteten sie sich schon 160 Pins Vorsprung auf ihre Verfolger Manni Staab / Marco Kehr (Gießen). Von vielen gar nicht wirklich bemerkt wurde das 299er Spiel von Andreas, das zu einer überragenden Serie von 1401 Pins beitrug. Knapp hinter ihren Vereinskameraden erkämpften sich Sascha Güldner / Andreas Opper (ebenfalls Gießen) Platz 3.

 

Zu diesem Zeitpunkt auf Platz 4: Tim Bohrmann / Sebastian Weidl, BC Wiesbaden. Auf seiner Heimbahn nahm S. Weidl in den ersten vier Spielen mit 927 Pins ebenfalls Kurs auf die 1400, konnte aber das hohe Niveau danach nicht mehr ganz halten.

 

Bei den Herren erreichten 24 Paare die Zwischenrunde, wobei nach der Vorrunde der Abstand zwischen Platz 4 und Platz 13 keine 100 Holz betrug.

 

Noch deutlicher als bei den Damen zeigte es sich von Beginn an, dass wir den besten Spielern in Hessen zukünftig schwierigere Bahnverhältnisse anbieten sollten: 13 Serien lagen über 2500 Pins, davon 4 über 2600 und 2 sogar jenseits der 2800.

 

In der ersten Startgruppe (Pl. 13 – 24) glänzten Mark Jonasdofski / Pascal Winternheimer (Finale Kassel) mit 2822. Nach einem für sie sicher nicht zufriedenstellenden Vorlauf (1106 und 1094, Platz 15) in Wiesbaden bewiesen sie auch in Langen ihre Ausgeglichenheit als Doppel (1449 und 1373). [Vergleicht man ihre Zwischenergebnisse im Nachhinein mit den im zweiten Zwischenlauf gestarteten Doppeln, so zeigt es sich, dass sie mit ihrem 1. Spiel (531) bereits 8 Plätze gutmachten. Weitere Spiele von 512 und 535 katapultierten sie zwischenzeitlich sogar auf Platz 2. Lediglich der letzte Gang mit 386 warf sie wieder etwas zurück.] Natürlich übernahmen sie die Führung nach dem ersten der beiden Zwischenläufe und konnten sich mit insgesamt 5022 und einem Schnitt von 209,3 durchaus Hoffnungen auf das Erreichen des Finals machen, obwohl sie dazu noch mindestens weitere 7 Paarungen aus der Gruppe der Besserplatzierten überholen mussten. Für alle anderen Teams der Gruppe 1 waren die Wettkämpfe - trotz ebenfalls guter Leistungen - zu diesem Zeitpunkt beendet, da eine Summe von 4701 oder weniger auf keinen Fall für ein Weiterkommen ausreichen würden.

 

Faszinierend der Auftritt der Führenden: Andreas (1404) und René (1436) bauten mühelos ihre Führung auf unglaubliche 390 Holz aus. Dahinter ging es sehr eng zu; fast nach jedem Spiel wechselte die Reihenfolge. Das bessere Ende für sich hatten Sven Mader und Philipp Gladigau (Blau-Gelb), die mit 5070 ganz knapp vor Staab / Kehr (5065) Platz 2 eroberten und sich damit vorab schon eine Medaille sicherten. Dann kamen auch schon Jonasdofski/ Winternheimer (5022), knapp gefolgt von Güldner / Opper (5006). Mit Morig/Aust (4975) komplettierten zwei weitere Spieler von Finale Kassel das Finale. Unglücklich ausgeschieden dagegen Bohrmann/Weidl (4932), die zwar in den letzten beiden Spielen noch einmal näher kamen, aber die zuvor verlorenen fast 200 Pins nicht mehr komplett aufholen konnten. Erwähnenswert sind hier die beiden Tageshöchstserien 1473 von Philipp Gladigau und 1480 von Oliver Morig, der mit Einzelspielen von 255, 259, 256, 257, völlig überraschend nur 197 und dann wiederum 256 verblüffte.

 

Erfreulich, dass bei den Herren - anders als bei den Damen - auch mehr junge Spieler antraten, die sich vielleicht durch ihre Wurftechnik oder eine höhere Ballgeschwindigkeit vor vielen älteren Spielern behaupten konnten. Jüngster Teilnehmer hier der gerade erst dem Juniorenalter entwachsene Marius Meurer, der mit Serien von 1120 und 1354 überzeugen konnte.

 

Zu den Favoriten zählten im Finale sicher Hernitschek/Belgar, aber auch alle anderen hatten vorher gezeigt, dass sie jederzeit zu außergewöhnlich hohen Ergebnissen in der Lage waren.  Der KO-Modus zeichnet sich dadurch aus, dass man sich keinen Aussetzer erlauben kann, da jedes Spiel schon zum Ausscheiden führen kann.

 

In der Runde der letzten Sechs legten Staab/Kehr im ersten Spiel 442 vor und führten mit 61 Pins gegen Morig/Aust. Mit einem unglaublichen Spiel von 559 Holz (280 und 279) erkämpften diese jedoch noch einen deutlichen Sieg (940:847). Die 2. Paarung verlief nicht ganz so spektakulär: Ihre Führung aus dem 1. Spiel konnten Jonasdofski/Winternheimer noch ausbauen und siegten mit 909:784 gegen Güldner/Opper.

 

In der Halbfinalrunde zeigten Hernitschek/Belgar gleich ihre Ambitionen: Mit tollen 536 Pins ließen sie ihre Gegner Morig/Aust (494) zunächst hinter sich. Zum zweiten Mal im Laufe dieser HM versuchte sich Andreas an einem perfekten Spiel, doch das blieb ihm auch hier verwehrt: Es wurden wiederum 299 Pins. Da Andreas und René unglücklicherweise im nachfolgenden Spiel erstmals an diesem Wochenende schwächelten und Oliver und Karsten ein weiteres hohes Ergebnis erzielten, zogen diese doch noch als Sieger in die Finalrunde ein.

 

Dort trafen sie auf Mader/Gladigau, die zuvor in einer ziemlich ausgeglichenen Partie mit 925:907 Jonasdofski/Winternheimer besiegt hatten. Der Höhenflug der Oldies‘ war auch jetzt noch nicht zu Ende: Sie legten noch einmal zu, schlugen auch die Blau-Gelben mit 969:879 und kürten sich so zum Hessenmeister. Unterstützt von der gesamten Familie erreichte Karsten Aust in den Finalspielen 1474 Pins.

 

Die Medaillen wurden wie folgt vergeben:

Gold:               Morig/Aust

Silber:             Mader/Gladigau

Bronze:           Hernitschek/Belgar (920) und Jonasdofski/Winternheimer (907)

Die Plätze 5 und 6 belegten Staab/Kehr (847) und Güldner/Opper (784).

Beste Einzelspieler des gesamten Wochenendes waren A. Hernitschik mit einem sagenhaften Schnitt von 236,4, gefolgt von S. Weidl (222,2).

 

Auch hier herzlichen Glückwunsch an die Hessenmeister und alle weiteren Finalteilnehmer. Für die DM qualifiziert sind die Erstplatzierten und, wenn die Zuteilung analog zu den Vorjahren erfolgt, auch nachfolgende Paarungen.

 

Mit der Siegerehrung ging ein langes Wochenende zu Ende. Die Durchführung übernahm dieses Mal spontan unser Sektionspräsident Stefan Dreher (in Vertretung des erkrankten Sportwartes Eddy Müller).

 

Unser Dank gilt den Hallenbetreibern und ihren Angestellten sowie allen Spieler/innen für den reibungslosen Ablauf.

 

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mussten wir noch einen aktuellen Coronafall am Montag verzeichnen. Weiterhin massiv ansteigende Inzidenzen und von Spielern geäußerte Bedenken bewegten uns dazu, die noch ausstehenden Hessenmeisterschaften zu verschieben, in der Hoffnung, dass die Vorhersagen der Experten bzgl. eines Rückgangs der Infektionen Ende Februar zutreffen.