|
Schriftführer Sektion Schere, Gotthard Fürstenfelder, heute im Gespräch mit dem Jugendwart des KSV-Wieseck Joachim Dühring.
Frage:
Herr Dühring, allgemein ist die Entwicklung der Mitgliederzahlen im Jugendbereich negativ. Beim Kadertraining in Wetzlar konnte ich mit Sabrina Mania, Julia Weiser, Anke Eley und Luisa Wagner ein Gespräch führen, das sehr positiv war und die das Kegeln voller Begeisterung betreiben. Wie haben Sie diese positive Einstellung erreicht?
Antwort:
Wir sind in der glücklichen Lage ein vier Personenteam für das Training unserer Jungen und Mädchen zu haben. Daher ist es uns möglich, auf alle Jugendlichen einzugehen und auf all ihre Fragen und Probleme sofort zu reagieren. Das ist sehr wichtig, denn nur so kann das Vertrauen der Jugendlichen gefestigt werden.
Frage:
Wie viele Jugendliche hat Ihr Verein und wie sehen Sie die weitere Entwicklung?
Antwort:
Zurzeit hat unser Verein 12 Jugendliche. Doch durch Ferienspiele die wir 3 Mal im Jahr durchführen, kommen immer wieder weitere Jugendliche hinzu. Entscheidend ist nach meiner Erfahrung, immer interessante Aktivitäten zu entwickeln und diese umzusetzen. Stillstand und Ideenlosigkeit sind absolut schädlich.
Frage:
Würden Sie diese positive Entwicklung im Jugendbereich als ein typisches Erscheinungsbild für Ihren Verein sehen?
Antwort:
Nein, keinesfalls. Jeder Verein hat die Möglichkeit Jugendliche an den Kegelsport heranzuführen, doch wie gesagt, man muß nur Ideen ausarbeiten und diese umsetzen.
Frage:
Was ist für Sie das Erfreuliche bei der Ausbildung der Jugendlichen?
Antwort:
Das Arbeiten mit Jugendlichen und dabei die positiven Fortschritte Woche für Woche zu sehen. Es gibt für mich keine schönere Bestätigung meines Einsatzes.
Frage:
Welche Jugendliche haben bereits Erfolge im Wettkampf erzielt und welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt?
Antwort:
Aus unserer A- und B-Jugend sind bereits zahlreiche Bezirksmeister, Hessenmeister, Deutsche Meister, Weltmeister und sogar Doppelweltmeisterinnen hervorgegangen. Natürlich ist unser Bestreben diesen Kurs beizubehalten.
Frage:
Die Jugendarbeit muss sehr interessant und abwechslungsreich gestaltet werden, da es gerade auf diesem Gebiet sehr viele Möglichkeiten gibt, wie diese ihre Freizeit verbringen können. Was machen Sie, um die Jugendlichen immer wieder für den Kegelsport zu begeistern?
Antwort:
Man darf nicht müde werden die Jugendlichen immer wieder darauf anzusprechen, dass der Kegelsport sowohl ein Einzel- wie auch ein Mannschaftssport ist. Aus meiner Erfahrung mit den Jugendlichen kann ich nur sagen, dass jeder einzelne Jugendliche erkennen muss, dass man gerade ihn braucht und er in dem Verein dringend benötigt wird. Noch einen wesentlichen Faktor möchte ich hinzufügen. Es ist die Freizeitgestaltung. Dabei lassen sich die Jugendlichen hellauf begeistern. In unserem Verein machen wir beispielsweise Grillpartys, Kegeln mit Jugendlichen und deren Eltern, Fahrradausflüge und noch einiges mehr.
Frage:
Welche Tipps und Anregungen können Sie anderen Vereinen geben?
Antwort:
Auf alle Fälle Nachwuchsförderung zu betreiben, denn nur wer den Nachwuchs fördert braucht sich keine Sorge um die Zukunft des Vereins machen. Man darf dabei keinesfalls vor finanziellen Investitionen im Jugendbereich zurückschrecken, denn in kürzester Zeit machen sich diese Ausgaben bezahlt.
Frage:
Welche Unterstützung wünschen Sie sich vom HKBV?
Antwort:
Mein vordringlichster Wunsch wäre, eine Kostenerstattung oder zumindest eine angemessene Kostenbeteiligung für Fahrten zu dem Kadertraining. Diese Kosten, gerade bei der heutigen wirtschaftlichen Lage und die hohen Treibstoffpreise, schrecken viele Betreuer zurück. In einigen Fällen lassen sie die Jugendlichen lieber zu Hause, bevor sie diese zusätzlichen Kosten auf sich nehmen. Im D-Kader hingegen werden die Kosten übernommen. Für mich ist das nicht so ganz nachvollziehbar.
Frage:
Gerne würden wir mehr von Ihrer privaten Seite erfahren. Was halten Sie selbst für Ihre Stärke und wo liegt Ihre eher schwächere Seite?
Antwort:
Ich denke, dass ich ein ausgeglichener Mensch bin, der sich nicht so leicht aus der Fassung bringen lässt. Meine Schwächen können Andere sicher besser beurteilen, daher bleibe ich Ihnen diese Antwort schuldig.
----------------------------------------------------------------------------
Herr Dühring, ich bedanke mich für das Interview und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg zu einer weiteren positiven Entwicklung im Jugendbereich.