04. Februar 2012
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Schriftführer der Sektion Schere, Gotthard Fürstenfelder, heute im Gespräch mit dem Sektionsschiedsrichterwart Werner Hampel
Frage: Herr Hampel, vor noch nicht langer Zeit haben Sie von Helga Becker die Aufgabe des Sektionsschiedsrichterwartes übernommen. Was hat Sie an dieser Aufgabe so gereizt, dass Sie diese nicht ganz leichte Arbeit übernommen haben?
Antwort: Grundsätzlich ist es zum Einen die Liebe zum Kegelsport, zum Anderen sehe ich mit Sorge der Entwicklung entgegen, dass es immer weniger Leute gibt die ein Ehrenamt übernehmen wollen. Da ich durch eine unfallbedingte Rückenverletzung nicht mehr aktiv in das sportliche Geschehen eingreifen kann, sehe ich meinen Einsatz als besonders wichtig an.
Frage: Wie war Ihr sportlicher Werdegang, insbesondere im Bereich Kegeln?
Antwort: 17 Jahre war ich Leiter und aktiver Kegler der Kegelabteilung vom ESV Ronshausen. In dieser Zeit haben wir es bis zur Gruppenliga geschafft. Dank des sehr guten Jugendwartes, Dieter Merkert, konnten wir die Jugendarbeit so ausbauen, dass die Jugend heute in der Hessenliga spielt. Außerdem habe ich in dieser Zeit die Übungsleiterlizenz und die B-Trainerlizenz erworben.
Frage: Welche Ziele werden Sie für den Bereich Schiedsrichterwesen anstreben und haben Sie schon ein Konzept für Neuerungen geplant?
Antwort: Leider waren die mir übergebenen Unterlagen, nach der Neuwahl zum Sektionsschiedsrichterwart, nicht auf dem aktuellen Stand. Das hat meinen Einstieg gewaltig erschwert. Aus diesem Grund muss ich dieses Aufgabengebiet sorgfältig so aufbauen, dass möglichst kurzfristig ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist. Sehr erfreut bin ich darüber, dass ich für die Ausbildung der Schiedsrichter Horst Wimmel gewinnen konnte. Ein endgültiges Grundsatzgespräch wird mit Horst Wimmel im Januar 2009 stattfinden.
Frage: Werden Sie selbst als Schiedsrichter fungieren?
Antwort: Ja, im Bedarfsfall stehe auch ich selbstverständlich zur Verfügung. Doch sehe ich meine vordringliche Aufgabe darin, dieses Gebiet so zu koordinieren, dass jederzeit ein reibungsloser Ablauf gesichert ist.
Frage: Rund um den Sport stellt man verstärkt einen beängstigenden Mitgliederschwund fest. Daher ist es besonders schwer Menschen zu finden, die bereit sind, sich für ehrenamtliche Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Welches Rezept werden Sie anwenden, dieser schweren und wichtigen Aufgabe gerecht zu werden
Antwort: Die Mitgliederentwicklung in allen mir bekannten Sportarten ist leider unerfreulich. Umso mehr freue ich mich erste positive Ergebnisse auf dem Gebiet Schiedsrichterwesen vermelden zu können, denn wir haben inzwischen schon zwei zusätzliche Schiedsrichter ausgebildet. Einen weiteren Schiedsrichter haben wir in Aussicht.
Frage: Bis zu welcher Liga planen Sie Schiedsrichter einzusetzen? Natürlich hat die Bundesliga Vorrang. Doch müssen auch weitere Ligen und div. Meisterschafskämpfe besetzt werden. Wie glauben Sie dieser Anforderung nachkommen zu können?
Antwort: Grundsätzlich werden Schiedsrichter der ersten und zweiten Bundesliga (A-Lizenz) von dem DSKB Schiedsrichterwart Rainer Kesselheim eingesetzt. Nur für die Mannschaften der Bundesliga in Hessen bin ich verantwortlich (auch das in Absprache mit Rainer Kesselheim). Außerdem werden in der Hessenliga Schiedsrichter nur sporadisch eingesetzt (mit B-Lizenz). Des Weiteren werden alle Meisterschaften auf hessischer Ebene von mir und meinen Mitstreitern betreut. Meine Antwort auf die Frage wie ich den Anforderungen nachkommen kann lautet unmissverständlich, „ich werde mich durchbeißen und so verhalten, dass mein persönlicher Einsatz als Vorbildfunktion angesehen wird“.
Frage: Wie viele Schiedsrichter/innen stehen Ihnen derzeit zur Verfügung? Welche Mindestzahl haben Sie für die Zeiträume „kurzfristig“, “mittelfristig“ so wie „langfristig“ vorgesehen und sind Sie mit der bisherigen Entwicklung zufrieden?
Antwort: Zurzeit stehen mir 24 Schiedsrichter zur Verfügung. Von denen mir leider 4 aus den unterschiedlichsten Gründen bei den Rundenwettkämpfen nicht zur Verfügung stehen. Was die weitere Planung betrifft muss ich sicherlich noch Erfahrung sammeln, die ich am Ende des Sportjahres auswerten werde.
Frage: Von den Schiedsrichtern wird ein sehr hoher Wissensstand, eine rasche und gerechte Entscheidung, so wie Neutralität gefordert. Welche Weiterbildungsmaßnahmen haben Sie geplant, um den Schiedsrichtern das erforderliche Rüstzeug zu geben?
Antwort: Wie bisher werden wir uns auch zukünftig einmal im Jahr treffen und dabei alle negativen Dinge, die aufgefallen sind, auf den Tisch legen. Nur so sehe ich die Möglichkeit Fehler abzustellen und eine positive Motivation einleiten zu können. Ganz besonders vertraue ich dabei auf die Unterstützung durch den Ausbildungsleiter Host Wimmel.
Frage: Welche Rolle spielt die Ausbildung von Jugendlichen in Ihrer Planung und wie viele Jugendliche haben Sie bereits?
Antwort: Der Gedanke Jugendliche als Schiedsrichter auszubilden ist noch nicht ausgereift. Zurzeit steht uns ein Jugendlicher (neu) zur Verfügung. Darauf sind Horst Wimmel und ich besonders stolz. Auf diesem Gebiet werden wir sorgfältig weiterarbeiten.
Frage: Welche Unterstützung, gerade bei der Ausbildung von Schiedsrichtern, wünschen Sie sich von dem Verband?
Antwort: Das muss ich schon selber machen. Rainer Kesselheim hat mir seine Zusicherung gegeben, mich erforderlichenfalls zu unterstützen.
Frage: Wie schätzen Sie sich persönlich ein? Wo sehen Sie Ihre Stärken und wo Ihre schwächere Seite?
Antwort: Meine Stärke sehe in meiner nachhaltigen Arbeitsweise. So leicht lasse ich mich nicht von dem eingeschlagenen Weg abbringen. Meine absolute Schwäche ist meine Ungeduld. Die Verwirklichung und/oder Umsetzung von Plänen dauert mir zuweilen länger als ich geplant habe.
Herr Hampel, ich bedanke mich für das Interview und wünsche Ihnen für die weiteren Aufbauarbeiten im Schiedsrichterwesen viel Erfolg.
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Sektionsversammlung 2012
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