09. September 2010
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![]() Nicole Büchling Siemers |
Gotthard Fürstenfelder, heute im Gespräch mit Nicole Büchling-Siemers, von KKV Kassel.
Frage:
Hallo Nicole, besonders spannend ist ein Wettkampf dann, wenn von mehreren Teilnehmern die gleichen Ergebnisse gespielt werden. So geschehen im Vorlauf zu den „Hessischen Landesmeisterschaften 2010“ im Bürgerhaus Heringen.
Gemeinsam mit Yvonne Köhler von KV Lahntal haben Sie 778 Holz erreicht und belegten damit beide den Platz 4. Anzumerken ist noch, dass am selben Tag auch Cornelia Gebauer von der KSG Mittelhessen und Ramona Wilczek, ebenfalls von der KSG Mittelhessen, gemeinsam den 2. Platz mit 802 Holz belegt haben. Also war an diesem Tag Spannung pur angesagt.
Haben Sie schon während dem Wettkampf mitbekommen, dass Sie auf das gleiche Ergebnis wie Yvonne Köhler zusteuern?
Antwort:
Nein, ich habe es erst zum Schluss gemerkt, aber da es zum Weiterkommen gereicht hat war es auch nicht so wichtig.
Frage:
In solch einer Situation muss man schon viel Erfahrung gesammelt haben und über starke Nerven verfügen. Daher stellt sich die Frage, wann Sie mit dem Kegelsport angefangen und welche Erfolge Sie bereits erzielt haben?
Antwort:
Ich kegel bereits seit 25 Jahren. In dieser Zeit habe ich in den verschiedenen Disziplinen mehrere Titel errungen die ich gar nicht mehr benennen kann. Meinen größten Erfolg hatte ich allerdings im Jahr 1996, als ich im Mixed mit Andreas Niemczyk Deutscher Meister geworden bin.
Frage:
Hat der Erfolg Ihrer Mutter, die ja Nationalspielerin, mehrfache Welt- und mehrfache Deutsche Meisterin war, Sie zu den guten Leistungen angespornt, oder haben Sie das eher für eine Belastung empfunden?
Antwort:
Weder noch. Eine Belastung war es für mich nie, es ist eher der Spaß gegen sie im Training zu spielen und am Wochenende mit ihr in einer Mannschaft für den Erfolg zu kämpfen.
Frage:
Auch im Bereich „ehrenamtliche Tätigkeit“ für die Sektion, den HKBV und jetzt sogar als Sportdirektor im DKB war und ist Ihre Mutter mit vollem Herzen tätig.
Haben auch Sie Ambitionen sich im Bereich Ehrenamt ebenso einzubringen?
Antwort:
Im Moment bin ich Sportwartin vom Club 69. Da ich Mutter von 2 Kindern und berufstätig bin, bleibt mir im Moment für ehrenamtliche Tätigkeiten leider keine Zeit.
Frage:
Im Jugendbereich ist die Mitgliederentwicklung besorgniserregend. Unser Kegelsport hat von Jahr zu Jahr weniger Jugendliche. Was ist nach Ihrer Ansicht die Ursache für diese negative Entwicklung?
Antwort:
Der Kegelsport ist leider eine Randsportart die in der Öffentlichkeit kein besonders hohes Interesse weckt wie andere Sportarten in Deutschland. Des Weiteren wird der Sport auch immer noch nicht als Leistungssport anerkannt.
Frage:
Sehen Sie eine Möglichkeit diesen Negativtrend ins Positive zu kehren und welcher Weg führt nach Ihrer Erfahrung und Ansicht dahin?
Antwort:
Leider nein, im Moment weiß ich auch keine Lösung für das Problem.
Frage:
Sollten nach Ihrer Erfahrung Jugendliche mehr Mitspracherecht in der Sektion bekommen, um so die Verbindung zwischen den jungen Sportlern und den doch etwas älteren Vorständen auf ein vertrauensvolles Miteinander zu stellen?
Antwort:
Natürlich wäre es wünschenswert, damit die jungen Sportler die Zukunft des Kegelsports mitgestalten können.
Frage:
Oft hört man in Gesprächen die Aussage, es müsste sich im jetzigen Spielsystem etwas ändern, um es für Spieler und Zuschauer interessanter zu gestalten. Ist das auch Ihre Meinung und wenn ja, welche Vorschläge hätten Sie?
Antwort:
Die Einführung des Sprints ist ja schon der Versuch etwas zu verändern, um es für Zuschauer und Spieler spannender zu gestalten. Ob er sich durchsetzen wird muß sich zeigen. Aber am sonstigen System würde ich nichts ändern.
Frage:
Auch in diesem Jahr wird am 9.9. der Tag des Kegelsports durchgeführt. Begrüßen Sie dieses Engagement?
Antwort:
Alles was Kegeln bekannter macht ist eine gute Sache. Nur bin ich mir nicht sicher, ob es auch die richtigen Leute anspricht.
Frage:
Es ist Ihnen sicher bekannt, dass ich als Abschluss eines Interviews immer die Frage stelle, was Sie persönlich als Ihre sportliche Stärke ansehen und was Ihre eher etwas schwächere Seite ist. Wir sind schon sehr gespannt darauf, wie Ihre Antwort lautet?
Antwort:
Das ist sehr schwierig zu sagen. Ich versuche immer das Beste zu geben und nie aufzugeben. Leider kann man es nicht immer umsetzen.
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Nicole, vielen Dank für das interessante Interview. Weiterhin wünsche ich Ihnen viel Erfolg als Sportkeglerin und natürlich „Gut Holz“.
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