04. Februar 2012
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![]() Christian Schulz |
Gotthard Fürstenfelder, heute im Gespräch mit Christian Schulz, 2. Vorsitzender und Sportwart vom SKV Stadtallendorf.
Frage:
Hallo Christian, angetan von den stetig guten Leistungen des SKV Stadtallendorf ist es für die Sportkegler interessant mehr von Euch und Eurem Verein zu erfahren.
Könnten Sie bitte einen kurzen Überblick über den SKV Stadtallendorf geben und auch über die seit dem Gründungsjahr 1952 errungenen Erfolge?
Antwort:
Nun wie unser Name ja bereits verrät, wurde der Verein 1952 auf einer Freiluftkegelbahn von den Visionären Alfred Austell, Walter John, Karl Kautetzky, Michel Müller, Franz Parsche, Erich Pechanz, Anton Schubert, Robert Themel, Josef Wolf und der 1. Vorsitzende (im wahrsten Sinne) Johannes Jesberg gegründet. Es entstanden mehrere Klubs wie „Schieb ok Du se“, in Anlehnung an die Mitglieder aus dem Sudetenland. Aus diesem Klub wiederum entstand der Klub „Mitten druff“, dann gab es noch die „Neuntöter“, unsere Damen die „Flotten Motten“ und die Jugend, deren Förderung im Vordergrund stand. Der Verein wurde im Jahre ’56 in den Hessischen Keglerverband eingegliedert und der Wettkampfbetrieb (im 100er Spiel) wurde mit unglaublichem Erfolg aufgenommen. 1963 gründete man eine Baugemeinschaft, denn man hatte sich entschlossen das heutige Kegelsporthaus zu bauen. Ja, dieses Gebäude mit samt den vier Bahnen sollte aus eigener Kraft, in Eigenleistung entstehen. Mit unglaublichen 12.000 Stunden Eigenleistung der Mitglieder sowie der Unterstützung des Landes Hessen, des Kreises, der Stadt und vielen Gönnern des Vereins entstand in vier Jahren eines der modernsten Kegelsportzentren dieser Zeit. Eine bis heute unerreichte Leistung in dieser, unserer Stadt.
Zu den wohl größten Erfolgen stand neben mehreren hessischen Clubmeisterschaften dann auch der Aufstieg in die 2. Buli 1979. Leider musste man schon nach 2 Jahren den Weg zurück antreten. Mitte der 80er dann durch Mitgliederschwund noch eine Klasse tiefer in die Reli. Seither sind wir dort eigentlich Dauergast.
Anfang der 90er tat man sehr viel für den Nachwuchs. So waren von 100 Mitgliedern, 50 Jugendliche in den Bestandslisten geführt. Hier wurden viele Erfolge eingefahren. Unzählige Bezirksmeister, viele hessische und auch deutsche Jugend-Meistertitel wurden errungen. Leider hielt das nicht von Dauer. Ein rapider Mitgliederschwund traf unseren Verein und 1999 wurde der Spielbetrieb gar für 1 Jahr eingestellt. 2000 haben wir uns sozusagen neu gegründet. Und wer die Mannschaftsaufstellungen der heutigen Reli Mannschaft genauer betrachtet wird feststellen, dass es die Jugendlichen der 90er sind, die dem Verein bis heute die Treue halten. Mehr unter www.skv-stadtallendorf.de/chronik .
Frage:
Wie kamen Sie zum Kegeln und welche Positionen im Verein bekleiden Sie und seit wann?
Antwort:
In meiner Familie ist das „Kegeln“ sehr stark vertreten. 1988 habe ich die ersten Kugeln geschoben. Anfänglich habe ich unter meinem Großvater Adolf „Peppi“ Schulz das Anfänger-Training genossen. Später dann das Fortgeschrittenen Training unter meinem Onkel Wulfhard Schulz. 1996 habe ich dann zum ersten Mal das Amt des Sportwartes übernommen. Bis auf 2 Jahre, in denen ich in Reiskirchen gekegelt habe, begleite ich dieses Amt bis heute. Seit dem letzten Jahr begleite ich zusätzlich das Amt des 2. Vorsitzenden.
Frage:
Wie kamen Sie zu der verantwortungsvollen Position des Sportwartes so wie des 2. Vorsitzenden und worin sehen Sie Ihre größte Herausforderung?
Antwort:
Meine persönlich größte Herausforderung sehe ich darin, vorhandene Mitglieder zu halten. Ein Traum wiederum wäre wieder in die Hessenliga aufzusteigen. Wir arbeiten daran.
Frage:
In der letzten Sektionsversammlung haben die Mitglieder mit 60 zu 56 Stimmen dafür gestimmt, ab dieser Saison, also 2010/2011 bis zur Bezirksoberliga mit 4er Mannschaften zu spielen. Ein wahrlich knappes Ergebnis. Wie denken Sie als Sportwart darüber?
Antwort:
Ich hoffe es stellt sich der Effekt ein und viele Mannschaften bleiben so erhalten. Gerade weil es in den unteren Ligen viele Nachwuchsspieler gibt, halte ich diese Entscheidung für eine Richtige um sie langsam in die höheren Ligen zu etablieren.
Frage:
Im Jugendbereich ist die Mitgliederentwicklung nicht gut. Unser Kegelsport hat von Jahr zu Jahr weniger Jugendliche. Was ist nach Ihrer Ansicht die Ursache für diese negative Entwicklung und wie können wir diesen Negativtrend zumindest stoppen?
Antwort:
Tja ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung.
Frage:
Unser Sportkamerad Jochen Janson hat sich auf der Sektionsversammlung deutlich dafür ausgesprochen, die Schulen anzusprechen und sich dort für eine Schul-AG einzusetzen. Können Sie diesen Aufruf unterstützen und welche weiteren Möglichkeiten zur Gewinnung von Jugendlichen empfehlen Sie?
Antwort:
Sicher ist das eine gute Idee. Nur in der Umsetzung sehe ich Schwierigkeiten. Angefangen von Vereinsmitgliedern, die die Zeit finden ein solches Projekt aufzubauen. Über das Problem der Sportstätten, die ja fast alle in Kneipen zu finden sind.
Frage:
Christian, es ist Ihnen sicher bekannt, dass ich zum Abschluss eines Interviews immer die Frage stelle, was Sie persönlich als Ihre sportliche Stärke ansehen und was Ihre eher etwas schwächere Seite ist?
Antwort:
Meine Stärke ist sicherlich mein Ehrgeiz. Leider ist dieser auch gleichzeitig meine Schwäche.
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Christian, vielen Dank für das Interview. Für Ihre Aufgabe wünsche ich Ihnen viel Erfolg und allen Sportkeglern natürlich viel Holz.
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Sektionsversammlung 2012
[mehr] Sa. 18.02.12 bis Sa. 18.02.12 | Schere